"Natur als Kunstraum"

Die Ästhetik der Natur entdecken

Die Verbindung zwischen Kunst und Natur wurde in den 1960ern in den USA als Land Art bekannt. Die Künstler suchten nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten außerhalb der Galerien und nutzten die ursprüngliche Landschaft als Material.

Die Natur-Kunst, eine Variante der Land Art, befasst sich mit dem Kreieren der vergänglichen und fragilen Kunstwerke aus Naturmaterialien, die an Ort und Stelle gefunden werden. Dabei werden der Blick für Schönheit und Reichtum der Natur geschärft und Fundstücke zu harmonischen Kompositionen arrangiert. So entstehen „Türme“ aus Steinen, „Mandalas“ aus Blüten und Blättern oder „Drachen“ aus Wurzeln und Gräsern.

Der künstlerisch-pädagogische Aspekt spielt zunehmend eine wichtige Rolle. Die Verbindung zwischen Kunst und Natur hat zugleich eine Kreativität fördernde und beruhigende Wirkung, und unterstützt somit die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung. Der Mensch erlebt sich selbst schöpferisch tätig und positiv. Dies stärkt das Selbstvertrauen. Fantasie wird angeregt, Sinne geschärft, Ausdauer und Konzentration trainiert. Reizüberflutung nimmt ab und Ruhe und innere Gelassenheit nehmen zu. Sinn für Ästhetik und Blick für das Wesentliche werden geschult, und ein glückliches, (selbst)zufriedenes Gefühl, das durch eigenes schöpferisches Tun entsteht, stellt sich ein. All dies sind wichtige Kompetenzen, die die TeilnehmerInnen selbst erfahren werden und an Kinder weitergeben können.

Ziele:

Um alle Stufen der kreativen Arbeit, vom Sammeln der Materialien, über Ideenfindung, bis zum fertigen Kunstwerk zu erfahren, versetzen sich die TeilnehmerInnen in die Rolle der Kinder und gestalten selbst ästhetische Objekte aus Fundstücken. Sie lassen sich durch Formen, Strukturen und Farben der Naturmaterialien, die überall zu finden sind, und die schöpferische Kraft anregen, inspirieren. Sie sind kreativ tätig und erleben sich als selbstwirksam. Durch Selbsterfahrung und Kennenlernen verschiedener Methoden sind sie im Stande die kreativen Prozesse anzuregen und zu begleiten. Sie können Impulse setzen, die den Kindern Zugang zur Kunst mit und in der der Natur erleichtern.

Inhalte:

Auf dem Weg zur Waldsiedlung werden verschiedene Naturmaterialien gesammelt und anschließend zu ästhetischen Objekten kreiert.

Nach dem, an einer Feuerstelle gemeinsam gekochten Essen, werden die zuvor gemachten Erfahrungen gesammelt und reflektiert. Im Anschluss werden verschiedene Methoden, die dabei helfen Ideen zu entwickeln, um Natur-Kunst-Tage durchzuführen, vorgestellt.

Die zweite Kurseinheit dient der Vertiefung und der Reflexion. Die Natur wird zu unterschiedlichen Jahreszeiten erlebt, dies verdeutlicht die vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten, die das kreative Arbeiten mit Kunst und Natur ermöglicht.

 

Termine:


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